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VEFS bei IWC

Ehemalige Feintechnikschüler besuchen den Uhrenhersteller IWC in Schaffhausen
Dr. Annemarie Conradt-Mach verschönert eine Uhr
Führung durch den "Abt" durchs Kloster Allerheiligen

Ende November fand der traditionelle Ausflug des Vereins ehemaliger Feintechnikschüler (VEFS) statt. Auf dem Programm stand ein Besuch der Schweizer Uhrenmanufaktur IWC in Schaffhausen mit  anschließender Besichtigung des Münsters Allerheiligen und der Münsterkapelle. Die IWC feiert  gerade ihr 150jähriges Jubiläum.   

Organisiert hatte die Fahrt das VEFS-Vorstandsmitglied Christian Hamdorf, Mitarbeiter der IWC. Der Besuch der IWC war für die VEFS-Mitglieder so attraktiv, dass die Fahrt schnell ausgebucht war und nur die ganz schnellen einen der 36 Plätze ergattern konnten.

Um 14.00 Uhr wurde die Gruppe am neuen Standort der IWC im Norden der Stadt Schaffhausen von Stefan Jung, dem Leiter des Standorts, begrüßt, der über die IWC und das neue Manufakturzentrum, welches erst im August 2018 feierlich eingeweiht wurde, berichtete. Gegründet wurde die IWC  (International Watch Company) bereits 1868 von dem amerikanischen Uhrmacherpionier Florentine Ariosto Jones. Er wollte damals mit den hervorragend qualifizierten Schweizer Fachkräften, mit moderner Maschinentechnik und der Wasserkraft des Rheins Uhren für den amerikanischen Markt herstellen. Heute gehört die  IWC zur Richemont-Gruppe.

So edel wie die Produkte der IWC präsentiert sich das neue Haus den Besuchern, offen und transparent, innen wie außen.

Die Vefsler erlebten, aufgeteilt in drei Gruppen, die Fertigung der IWC-Uhren von der Metallstange bis zum fertigen Luxusuhr. Die Ruhe der Landschaft im Merishauser Tal, zwischen Wald und Wiesen, findet sich auch in den Fabrikationsräumen. Der Blick nach draußen ist  aus allen Bereichen der Fertigung für die Mitarbeiter  möglich.  Obwohl sehr viel Arbeit von Präzisionsmaschinen völlig automatisch und geräuscharm erledigt wird, ist für die Fertigung einer Luxusuhr immer noch sehr viel Handarbeit nötig. So werden die Platinen von Hand mit Zierschliffen versehen, damit das Innere der Uhr genauso schön ist wie das Äußere. Beeindruckend für die Besucher ist die Ruhe und die absolute Sauberkeit in den hellen Fabrikationsräumen. Auch die Besucher passen sich an und sprechen nur leise, um ja niemanden bei seiner Konzentration zu stören. Immer wieder wurden die VEFS-ler beim Rundgang von ehemaligen Feintechnikschülern begrüßt, die heute bei der IWC arbeiten.

Auch am Freitagnachmittag konnte man viele Mitarbeiter der IWC bei der Arbeit sehen. Es gibt kein Fließband, sondern eine Linienfertigung in der Montage. 236 Mitarbeiter arbeiten derzeit am neuen Standort. Die Wege sind kurz bei der IWC, gleich neben der Fertigung sitzen die Konstrukteure an ihren Arbeitsplätzen.

Anschließend wurde das IWC-Uhrenmuseum in der Innenstadt besucht. Hier konnte man traumhafte alte und neue Luxus-Zeitmesser bewundern, und wer das nötige Kleingeld dabei hatte, hatte die Gelegenheit eine IWC zu erwerben.

In der Gestalt des letzten Abtes Michael Eggenstorfer (1501–1524) wurde die Gruppe beim folgenden Programmpunkt durch das Münster Allerheiligen und die Münsterkapelle geführt und erfuhr viel über die Geschichte des ehemaligen Kloster und der Stadt Schaffhausen seit dem Jahr 1049.

Bei der Schlusseinkehr in Fürstenberg konnte man schließlich die spannenden Eindrücke und Erlebnisse des Tages austauschen.

Text: Dr. Annmarie Conradt-Mach / Christian Hamdorf

Bild: Marc Fehrenbacher

Dezember 2018